Lochfraß

wpid-wp-1437345358853.jpegMeine zarten Hände sind geschunden. Nun ja… zumindest die linke. Obgleich ich ein ziemlicher Hengst bin – der Seniorinnen-Hekelverein weiß bescheid -, hat es mit sexuell getriebener Reibung nichts gemein. Lediglich der Holzgriff eines Spatens hat mir bei einer ziemlich männlich anmutenden Schaufelaktion zugesetzt. Man merkt das ja oft erst, wenn schon alles aufgerissen ist. Ein Hoch auf meinen Körper und seine Selbstheilungskräfte. Ich habe den Prozess mit fortwährender Faszination observiert. Hätte ich doch einen Kurzfilm bestehend aus lauter Momentaufnahmen gemacht, um den Hergang der Hautbildung zu dokumentieren. Jetzt ärgere ich mich. Fibrin ist schon eine tolle Erfindung. Anstrengend sind lediglich die ersten Tage, an denen die frische Zellschicht bei jedem Strecken der Hand wieder einreißt. Kann man ab. Geht vorbei. Wie ist das bei euch? Was beobachtet ihr an eurem Körper?

Eine Zeitrafferaufnahme heilender Haut. Gibt es das? Wenn ja, wer hält dafür tagelang den Arm still? Wer bezahlt einen dafür? Videos habe ich keine gefunden.

Ich bin gespannt, wie meine Handlinien danach aussehen werden und ob eine Narbe bleibt. Vor allem, da die Wunde stets an einer der Linien reißt. Aber hey, sie suppt nicht. Wobei mir einfällt, wie ich neulich Desinfektionsmittel ins offene Fleisch bekam und um mich schlagend fast in die Knie ging vor sengenden Schmerzen. Ein sehr bewusster Moment. Absolut im Hier und Jetzt. Und der Pinguin erschien in der Eishöhle und sagte zu mir: „Gleite!“ Immerhin gab es keine Entzündung. Dennoch bleibt Desinfektionsmittel in einer Wunde ein schrecklich Ding.

Oh. Ich muss noch etwas dichten, bevor ich in den Schlaf sinke. Ähem… nun…

Was braucht es der Frau an grauem Geznöt?
Wie es nun geht? Wie es halt geht.
Der Brauer hat immer die Hosen noch an.
Was man ihm stets nicht verübeln kann.
Mit Knödeln beworfen liegt er nun im Dreck.
Sein Lötkolben glüht, pfeift und ist plötzlich weg.
Was bleibt ist Verwirrung. Die Seele bleibt klein.
Und kein Schwein kann wissen, was ich damit mein‘.

Wow. Ende.

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David Marshall

Autor: David Marshall (Gründer von MassenWort)

Schreiber, Musiker, Zeichner und mehr. Denkt viel, rülpst viel, textet gerne. Tiefgründig, wenn gewollt. Aber Stock im Arsch? Fehlanzeige. Mit einem Augenzwinkern nimmt er nicht alles so bitterernst. Sich selbst schon gar nicht.

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