Auf der Suche nach der Glückssträhne

Haargenaues Knippern und andere Zuckungen

Moin, versoffene Brüder und Schwestern.

Kennt ihr dit? Ich bin mir sicher, man kann es bereits als Tic bezeichnen. Scheißefickenfotzehitler schreie ich zwar nicht durch den Supermarkt. Dafür zwirble ich jedoch andauernd an meinem Bart oder vorzugsweise an meinen mit Haargel zugekleisterten, harten, glatten Haarsträhnen herum. Auch jetzt immer wieder.

Gerade der Griff an den Kopf muss von außen wie eine Behinderung aussehen. Wenn ich darauf angesprochen werde, was ich da mache, ist meine Antwort, ich sei auf der Suche nach einer Glückssträhne. Hilft immer. Nimmt der Sache den Wind aus den Segeln. Ist aber dennoch scheiße. Es ist eine verdammte Sucht.

Ein Kumpel von mir muss andauernd an etwas herumknippern. Zum Beispiel an den harten Ecken eines Sofakissens. Warum, weiß er selber nicht. Vielleicht beruhigt es.

Als Kind hatte ich andere Marotten. Da habe ich mit dem Kopf, an dem im Nacken eine lange Haarsträhne hing (war damals so modern), seltsame Bewegungen gemacht. In meiner Jugend wurde ein Tic daraus, dass ich mir die Haare aus dem Gesicht werfen musste. Ich gewöhnte mir diese Bewegung förmlich an. Später habe ich manchmal mit den Augen solange geblinzelt oder so oft ausgeatmet, bis ich das Gefühl hatte, jetzt sei es richtig. Vielleicht versuche ich dadurch etwas unter Kontrolle zu bekommen. Als eine Art Ersatzhandlung.

Welche Tics kennt ihr von euch oder anderen? Liebe Lesenden, verratet mir eure Spastiken. Wenn nicht, auch egal. Wer liest das hier eigentlich?

In diesem Sinne: Spasti-Freestyle! Geil! Ende!


David Marshall

Autor: David Marshall (Gründer von MassenWort)

Schreiber, Musiker, Zeichner und mehr. Denkt viel, rülpst viel, textet gerne. Tiefgründig, wenn gewollt. Aber Stock im Arsch? Fehlanzeige. Mit einem Augenzwinkern nimmt er nicht alles so bitterernst. Sich selbst schon gar nicht.


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2 Gedanken zu “Auf der Suche nach der Glückssträhne

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