Als gäbe es kein Morgen

Asiatin

Dazu Brustwarzen-Klemmen und ein bisschen fesseln

Ich liege im Wohnzimmer auf der Matratze. Trip-Hop wabert aus den Boxen meines Smartphones. Draußen gleißt endlich etwas Sonne durch die klirrende Kälte. Klingt irgendwie schön. Aber mein Kopf droht zu bersten. Dabei ist es bereits zwei Tage her, dass ich mir alleine so dermaßen die Kante gegeben habe, dass es nach nicht einmal drei Stunden das beste war, mir über der Kloschüssel erlösend den Finger in den Schlund zu drücken, um Schlimmeres zu verhindern. Immerhin fiel ich direkt danach in den rettenden Schlaf.

Und während ich hier liege, denke ich über einen bestimmten Schlag von Frauen nach. Eine Mischung aus schüchtern, aber frech. Offen, aber dennoch geheimnisvoll. Von Angst vor Nähe bestimmt. Devot. Und immer irgendwie die falschen Männer an der Angel. Und eben diese Frauen sind es, die

Interesse an mir haben und sich plötzlich so offen mit mir unterhalten, dass ich erfahre, dass sie darauf stehen, beim Sex ein kleines bisschen vergewaltigt zu werden. Sie mögen es, wenn man ihnen ein bisschen an die Gurgel geht und sie nimmt, als gäbe es kein Morgen. Oder sie wollen den Schwanz mit ganz viel Spucke so tief in ihrem Hals bekommen, dass sie nach Luft ringen müssen. Dazu Burstwarzen-Klemmen, ein bisschen fesseln, ein paar Klapse auf den Arsch. Und überhaupt alles leidenschaftlich, wild, hemmungslos, hastenichgesehn.

Sexbomben?

Ich habe solche Frauen nie „ausprobiert“. Aber ich frage mich wahrlich, wie viel da dran ist. Wie viel ist nur Wunsch und Fantasie? Und was trifft am Ende zu? Vor allem dauerhaft. Ich bezweifle nämlich, dass diese Frauen zu längeren Beziehungen fähig sind. Eher suchen sie nach nur kurzer Zeit Wege, um zu fliehen. Gedanklich, wie auch körperlich. Durch Sexentzug und Affären mit fremden Männern. Denn das ist es, wozu diese Frauen taugen. Zum Vögeln. Für One-Night-Stands. Für den schnellen, schmerzvollen Fick zwischendurch.

Mit Sicherheit treffen dann oben erwähnte Praktiken sogar zu. Und entsprechend hat man es für einen kurzen Moment im Leben mit einer wahren Sexbombe zu tun. Aber mehr will man von diesem Mensch nicht unbedingt wissen. Da steckt viel Krankes hinter, selbst wenn diese Menschen nach Liebe und Geborgenheit trachten, wie jeder andere Fleischsack auf diesem Planeten.

praying-mantis-205169_1280Nicht einlassen! Nicht für lange. Nicht für mehr. Es sei denn, ihr seid genau so krank. Das merkt ihr spätestens, wenn euch die Obsession im Würgegriff hat. Vielleicht erkennt ihr euch dann im anderen wieder.

Unter anderen Umständen würde ich alles mitnehmen. Natürlich nur für den Moment. Nicht für etwas Ernstes. Ich hätte keine Lust darauf, mir irgendeine stalkende Tante vom Hals halten zu müssen, die mich anruft und dann auflegt, zufällige Treffen inszeniert und meine Reifen zersticht. Oder anders herum, dass sie mich wegwirft wie ein olles Spielzeug, dass auf den Müll gehört. Benutzt. Ausgetauscht. Keine Nähe.

Mittlerweile spielt mein Smartphone verzerrten, außerirdischen Electro. Ich mach mir jetzt Essen. Und vielleicht trink ich etwas Wasser. Dieses Kopfzerbrechen ist anstrengend.

Soundtrack: Ra-X: Everyone Must Die


David Marshall

Autor: David Marshall (Gründer von MassenWort)

Schreiber, Musiker, Zeichner und mehr. Denkt viel, rülpst viel, textet gerne. Tiefgründig, wenn gewollt. Aber Stock im Arsch? Fehlanzeige. Mit einem Augenzwinkern nimmt er nicht alles so bitterernst. Sich selbst schon gar nicht.


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