Roboter zum ficken

Der Geilomat für jedermann?

Ist es nicht der Traum aller dicken, verpickelten Nerds, die alleine in ihren Kellern sitzen, mit gefälschten Profilen Frauen anchatten und gerne mit einem Sportwagen in ihr Chefbüro fahren würden, um dort mit atombrüstigen Sekretärinnen verbotene Sexpraktiken zu vollziehen? Nachdem sie sich auf ihre rechte Hand gesetzt haben, um diese taub werden zu lassen, kann der einzig reale Sex, den sie in Wirklichkeit haben, so richtig losgehen. Wenn es mal nicht die Hand sein soll, tut es auch ein aufgetautes Suppenhuhn, ein zusammengefaltetes Schnitzel oder das selbstgebaute Fleshlight.

Schon als Kind habe ich mich für Roboter interessiert. Schuld daran war wohl Peter Lustig und seine damalige Sendung „Löwenzahn“. Auch Jahrzehnte später schaue ich immer wieder einmal, was sich auf diesem Sektor so getan hat. Videos gibt es genug. Wie geht es weiter? Eine Sache ist klar: Wir werden diese Technologie missbrauchen. Zum einen zur Kriegsführung und Ermordung ganzer Völker, zum anderen um Menschen auszuspionieren und Daten aus nächster Nähe zu sammeln.

girl-320263_1280Gerade letzterer Punkt wird interessant, wenn Sexroboter den Markt überschwemmen werden. Realen Frauen nachempfundene Latexpuppen, die sich ein jeder nach eigenem Gutdünken gestalten kann, gibt es bereits. Es wird nicht mehr lange dauern und die ersten androiden Puppen mit simulierten Emotionen und körperlichem Akrobatiktalent tauchen auf. Wir sind bereits nahe dran. Wer glaubt, diese Dinger würden nicht zusätzlich dem Aushorchen und Übermitteln von personenbezogenen Informationen dienen, ist ein Narr. Zum Beispiel ist Datenkrake Google schon lange dran am Thema Roboter.

Unsere Nerds wird es freuen, dem Traum ihres eigenen „lebendigen“ Manga-/Hentai-Mädchens so nahe zu sein. Eine kleine, elektronische Konkubine der Lust. Das großäugige Teenie mit riesigen Titten, lilafarbener Bobfrisur und Katzenohren. Ansätze gibt es ja bereits.

Was passiert jedoch, wenn eines Tages Androiden so gut darin sind, Handlungen und Emotionen zu imitieren, dass sie einem lebendigen Menschen zum Verwechseln ähneln? Es gibt ja jetzt bereits Männer, die mit oben erwähnten Latexpuppen Beziehungen führen, anstelle mit echten Frauen. Und die Puppen können nichts, außer herumliegen und pornös aussehen. Falls die später auch noch Handlungen vollbringen, die eine vermeintliche Traumfrau drauf haben sollte, dann gute Nacht liebe Frauen. Wenn es so weit kommt, brauchen wir euch nicht mehr. Vor allem nicht, wenn irgendwann an jeder Ecke solche Automaten stehen.

Was soll’s. Wir Männer haben ja bei den Frauen bereits seit Jahrzehnten ausgedient. Frauen verdienen ihr eigenes Geld, haben Vibratoren, können Schwangerschaften vermeiden oder sie künstlich herbei führen. Demnach wären wir quitt.

Weiterführende Links:

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Soundtrack: Public Image Ltd.: The Order Of Death


David Marshall

Autor: David Marshall (Gründer von MassenWort)

Schreiber, Musiker, Zeichner und mehr. Denkt viel, rülpst viel, textet gerne. Tiefgründig, wenn gewollt. Aber Stock im Arsch? Fehlanzeige. Mit einem Augenzwinkern nimmt er nicht alles so bitterernst. Sich selbst schon gar nicht.


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6 Gedanken zu “Roboter zum ficken

  1. Nun, vielleicht bin ich untypisch. 🙂
    Aber neben dem Sex brauch ich auch noch gute Gespräche mit der Frau. Zugegeben, ich hatte Beziehungen, da lief es kommunikativ ganz gut, aber sie hatte mir zu wenig Lust auf Sex. Da wär so ein Liebesroboter durchaus …

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    1. Über einen Roboter als Alternative, wenn sie gerade keine Lust hat, habe ich auch sinniert. Schwieriger Ansatz. Wer weiß, wie das laufen würde. Ich meine, wenn so ein Roboter-Weib besser aussieht, als jede reale Frau und JEDERZEIT total abgefahrene Dinge macht… da hätte keine reale Frau eine Chance.

      Übrigens stehe ich auf meine reale und von natur aus wunderschöne Freundin, die Humor und Herz hat.

      Aber dennoch ist die Frage der Moral weiterhin interessant. Wenn man die Möglichkeit hätte… was würde man tun? Und unter welchen Druck würde das die Frauen setzen?

      Beste Grüße, DM 🙂

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